Arbeitsplatz

Die unten genannte Kurzgeschichte hat nun einen Namen und ein alternatives Ende. Aber mehr dazu später. Viel später, vielleicht im Januar oder so.

Eine andere wurde gerade in einer Literaturzeitschrift abgedruckt. Lesen bei der entsprechenden Veranstaltung durfte ich jedoch nicht, da man ja bekanntlich lieber auf schon erfolgreiche Köpfe setzt, statt den Nachwuchs zu fördern.

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Das ist übrigens mein aktueller Arbeitsplatz.

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Traum

Wo ich noch schreibe, ist im Traum oder vielleicht viel eher im Halbschlaf. Dann versuche ich den Gedanken krampfhaft festzuhalten, mit mir herauszuziehen, klappe den grellhellen Laptop auf und tippe ein paar Stichworte in die Tastatur. Manchmal finde ich den Gedanken am nächsten Morgen wieder. Manchmal bleibt er auf scheinbar ewig verschollen.

Es ist immer noch Paris, jetzt aber mit einem kleinen Abstecher nach Grönland. Warum Grönland? Ja, das wird sich dann schon noch zeigen. Etwas schwierig, weil ich noch nie dort war, was aber definitiv auf die Arbeits-Recherche-Liste kommt!

So und jetzt weiter, der Abend ist gut zum Schreiben und die Nacht ist noch besser.

Alkohol

Alkohol bringt mich zum Schreiben.

Ich will hier gar nichts schönreden oder so, viel mehr geht es um eine rein objektive Beobachtung.

Alkohol zur Federführung, das ist ein sicher zweifelhaftes Vorgehen, welches ich nicht nur einmal versucht habe zu umgehen, doch stellte sich schnell heraus: ohne Erfolg. Es ist nicht so, dass ich nicht in der Lage bin zu schreiben – versteht sich – es geht mehr darum, dass ich keine Ideen habe, dass ich an jedem Wort eine Ewigkeit hänge und überlege, dass ich alles zu verkopft betrachte.

Vielleicht hängt es auch mit der Magie der Nacht zusammen, die ja beim Alkohol eine häufige Begleiterscheinung ist. Nachts ist einfach alles möglich. Und mit ein bisschen Pegel denkt man plötzlich nicht mehr darüber nach. Man steht sich nicht selbst im Weg, sondern schreibt einfach mal so drauflos. Man übergibt sich ganz blind den fremden Welten und lässt jeden Gedanken und das Hier und Jetzt zurück.

Man befreit sich für einige Stunden von den Fesseln der Welt.

Roman

Heute mal wieder ein paar Seiten geschrieben. Ein paar Stellen ausgebessert. Viel nachgedacht. Wohin soll die Reise gehen, wenn das Ziel schon feststeht. Paris im Sommer aber ohne Liebesgeschwätz und Eiffelturm. Es geht viel mehr um Kunst, um Verbundenheit, um Oberflächlichkeit und um Flucht. Flucht aus der Realität. Das ist doch der Grund, warum wir Bücher lesen, Filme gucken, ins Theater gehen. Um für ein paar Stunden das Reale zu verdrängen. Deshalb ist die Kunst wie ein Traum, der einen in fremde Welten zieht, bis die letzte Seite ausgelesen ist, bis der Wecker klingelt.

Kurzgeschichte

Der alte Mann und sein Tod. Geschrieben von: Dem jungen Mann und seinem Alkohol. Ein Titel fehlt noch und fertig bin ich auch noch nicht ganz. Beschrieben werden die letzten einsamen Stunden eines Mannes. Kein innerer Monolog, mehr eine Auseinandersetzung mit der Situation. Schwierig, wenn man doch selbst noch jung ist und den Tod so schön ungesehen vor sich herschieben kann. Ich versuche sie heute zu beenden. Willkommene Abwechslung zum Roman, der ja zu jeder Zeit noch so viele leere Blätter vor sich hat und sie mir verächtlich entgegenschmeißt.

Guten Abend mein verehrtes Fachpublikum

Guten Abend mein verehrtes Fachpublikum aus zwei zufällig verirrten Seelen.

Der Rausch fließt warm durch meinen Leib und das Schreiben gestaltet sich nicht nur leicht, sondern in einem gewissen Maß auch sehr befreiend. Man taucht ein in eine fremde Welt und findet sich erst nach etlichen Seiten wieder, blickt sich kurz um und steckt seinen Kopf dann gleich wieder zurück zwischen die magischen Zeilen.

Winter

Es wird langsam dunkel draußen, kalt ist es ja eh längst. Der Winter ist ein grandioser Freund, der einen drinnen hält, bis man sich endlich motivieren kann, ein paar Sätze in die Tastatur zu hämmern. Mein letztes Buch habe ich fast ausschließlich in der trüben Jahreszeit geschrieben. Vielleicht ist es deshalb so düster geworden.

Also, Paris. Hier in Paris ist gerade Sommer. Es ist ganz schön, sich die strahlende Sonne vorzustellen wenn man sich, an die Heizung gelehnt, eine Decke überwirft.